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Deutschlandtag der JU: Gleich hat Söder das letzte Wort

Deutschlandtag der JU: Gleich hat Söder das letzte Wort
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Bonn – „Er sucht sich halt immer den besten Slot für seine Auftritte bei der JU aus“, erzählen sich leicht party-lädierte JU-Delegierte auf dem Weg zum World Conference Center Bonn. Das kann man so sehen. Denn Söder wird bei seinem mit Spannung erwarteten Auftritt das letzte Wort haben. Nach NRW-CDU-Regent Hendrik Wüst (51) und Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) ist er der dritte Top-Gast des Politspektakels in der Ex-Bundeshauptstadt.

Bei welchen Themen wird Söder hinlangen? Erwartet werden Breitseiten gegen die Vorbereitungen des Bündnisses von SPD und Grünen mit der antisemitischen Linkspartei in Berlin. Mit dem Thema hatte auch schon Merz beim Parteinachwuchs gepunktet, sein Appell an die Genossen: „Hört auf damit!“ Problem nur, dass in der Hauptstadt nicht aufgehört wurde. Stattdessen präsentierten sie in Berlin gänzlich unbeeindruckt von Merz auch noch ein Sondierungspapier als Grundlage für die Koalitionsverhandlungen – eine Schocknachricht für den Deutschlandtag.

Der CDU-Chef hatte in seiner Rede auch die zentrale Frage offen gelassen, wie sich die Union in Bund und Ländern künftig strategisch aufstellen muss, wenn das Modell „Linksfront“ weiter Schule macht. Vielleicht hat Söder darauf eine Antwort.

Die JU-Führung brachte am Sonntag kurzfristig einen Antrag ein, wonach der Berliner „Kulturbruch“ politisch und gesellschaftlich „geächtet“ werden muss. Außerdem soll die Berliner Landesregierung von „vollumfänglichen Informationen“ des Verfassungsschutzes und des BKA ausgeschlossen werden, damit diese nicht in die Hände der Extremisten gelangen.

Geht es auch um Ilse Aigner?

Mit Spannung wird in Bonn auch darauf geschaut, ob Söder auf seine Lieblingspersonalie Ilse Aigner zu sprechen kommt. Er will in diesem Herbst die bayerische Parteifreundin als Bundespräsidentin durchsetzen (BILD berichtete exklusiv).

Insgesamt hoffen die Delegierten auf eine Klartext-Rede von Söder. Weniger Floskeln, mehr konkrete Ankündigungen.

Und sonst? Müssen noch mehr Anträge beraten werden. Am Morgen wurde zunächst ein Antrag der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern abgelehnt, wonach Sachsen-Regent Michael Kretschmer (51) aus der Partei ausgeschlossen werden solle, weil er sich öffentlich für die Wiederwahl von SPD-Meck-Pomm-Regentin Manuela Schwesig (52) ausgesprochen hatte.

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