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Deutscher Biathlon-Star: „Ich versuche, meine Familie nicht zu sehen“

Deutscher Biathlon-Star: „Ich versuche, meine Familie nicht zu sehen“
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Diese Zeit verlangt einiges von ihr ab. Die neue Biathlon-Saison steht kurz bevor und die Vorbereitung laufen auf Hochtouren. Für die Athleten bedeutet das auch Verzicht. Julia Tannheimer (21) sagt, dass die aktuelle Zeit besonders schwierig für sie ist. Warum, das erklärte sie in einem Interview mit dem Biathlon-Weltverband.

Tannheimer gegenüber der IBU auf die Frage, was für sie das Härteste an ihrem Beruf sei: „Dass man immer Biathletin ist, nicht nur von morgens acht bis nachmittags um vier, sondern rund um die Uhr. Im Sommer muss ich nicht so viel auf meine Gesundheit achten.“

Aber: „Wenn der Herbst kommt, versuche ich, nicht zu viele Freunde zu treffen, vor allem wenn ich weiß, dass sie viel unterwegs sind und feiern gehen. Das ist vermutlich das Härteste, zu versuchen, gesund zu bleiben und Freunde oder Familie nicht zu sehen.“

Im Januar 2024 feierte Tannheimer ihr Debüt im Biathlon-Weltcup. Knapp ein Jahr später jubelte sie erstmals über einen Weltcupsieg – und bislang blieb es bei diesem einen Triumph. Im Dezember 2024 gewann sie mit der Staffel. Bei der WM 2025 ging sie viermal an den Start. Ihr bestes Ergebnis im Einzel: Platz 15 im Massenstart.

Olympia lief für Tannheimer enttäuschend

Auch bei Olympia 2026 war Tannheimer dabei. Doch die erhoffte Medaille blieb aus! Mit der deutschen Staffel landete sie auf Rang vier und schrammte damit knapp am Podest vorbei. Ihr Fazit: ernüchternd. Im März zog Tannheimer Bilanz – und fand deutliche Worte: „Sportlich war es ein intensives Erlebnis. Gleichzeitig lief es für uns Biathletinnen völlig anders ab, als ich mir Olympia immer ausgemalt hatte. Wir waren komplett unter uns und hatten in Antholz keinerlei Berührungspunkte mit anderen Sportarten.“

Am 27. November fällt für die Biathlon-Frauen in Kontiolahti (Finnland) der Startschuss für die neue Weltcup-Saison. Die Männer legen sogar schon einen Tag früher los! Für Tannheimer soll es 2026/27 weiter nach oben gehen. Nach Platz 23 im Gesamtweltcup der vergangenen Saison will die Biathletin diesmal weiter vorne mitmischen.

Gegenüber dem Verband stellte Tannheimer klar: „Man muss ein Stück weit Perfektionistin sein, um auf dem Niveau antreten zu können. Wenn ich trainiere, versuche ich, alles zu geben. Ich hasse Einheiten, bei denen ich nicht ganz fit bin und nicht so viel geht, wie ich will. Ich versuche immer, das Bestmögliche aus den Einheiten herauszuholen.“

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