Dortmund – Werder begeistert wieder! Nach einer schlimmen Gurken-Saison (Platz 15) stehen die Bremer in diesem Jahr für Spektakel und Widerstandsfähigkeit. Nach 0:2 kommen sie selbst gegen Tabellenführer Borussia Dortmund noch zurück, holen dank zweier Last-Minute-Tore noch einen Punkt (2:2). Dabei sticht ein Spieler ganz besonders heraus: Niclas Füllkrug (33)!
Der Werder-Star besorgte mit einem tollen Kopfball in der Nachspielzeit den Ausgleich. Seit seiner Rückkehr (kam per Leihe von West Ham) läuft es für Füllkrug wie am Schnürchen. Mit dem Tor gegen den BVB traf er im vierten Spiel in Folge. Das schaffte er vorher noch nie.
Zum Vergleich: Für seinen Stammklub West Ham erzielte er in 29 Spielen gerade einmal drei Tore. Auf seiner Leihstation bei der AC Mailand war es nur ein Treffer in 20 Spielen. In Bremen läuft es wieder!
Und: Ohne die Füllkrug-Buden hätte Werder statt acht Punkten womöglich nur vier. Ohnehin holte Werder bisher schon fünf Punkte nach Rückstand. Diese Zahlen sind ein klares Bewerbungsschreiben an Bundestrainer Jürgen Klopp (59). Doch Füllkrug bleibt bescheiden.
Werder Bremen: Füllkrug spricht über DFB-Rückkehr
„Ich spreche nicht gerne darüber. Ich glaube, Jürgen Klopp hat während der Länderspielpause schon viel darüber gesprochen und seine Nominierungen zeigen, dass sie sehr zukunftsorientiert sind. Aber wenn mein Land mich braucht, bin ich da. Selbst mit 40 oder noch älter wäre ich immer noch bereit“, sagt Füllkrug über eine mögliche DFB-Rückkehr. 24 Mal trug der Bremer das DFB-Trikot, erzielte dabei 14 Tore. Sein letztes Länderspiel liegt allerdings schon mehr als ein Jahr zurück (8.6.2025 beim 0:2 gegen Frankreich).
Beim Wahnsinns-Comeback zeigte Füllkrug jedoch nicht nur seine Torjäger-Qualitäten. Er führte auch die meisten Zweikämpfe auf dem Platz (16). Füllkrug: „Ich habe ja nichts verlernt. Hier kann ich 90 Minuten marschieren. Im letzten Spiel gegen Augsburg bin ich elfeinhalb Kilometer gelaufen. Ich weiß nicht, wie viele 33-jährige Mittelstürmer elfeinhalb Kilometer laufen. Es wird mir hier auch abverlangt, aber das ist in Ordnung.“
Füllkrugs Tor sorgt im BVB-Lager hingegen für ordentlich Frust. Nico Schlotterbeck nach dem Spiel bei „Sky“: „Fülle ist eben Fülle. Er steht dann da, wo ein Stürmer stehen muss. Ich finde, dass wir ihn davor aber gut im Griff hatten. Wir machen davor zwei Tore, das muss dann eigentlich reichen.“ Doch dann kam Füllkrug und ließ den Signal-Iduna-Park verstummen.