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Behörde spricht von Notwehr: Schon wieder! ICE-Beamte erschießen Mann

Behörde spricht von Notwehr: Schon wieder! ICE-Beamte erschießen Mann
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Houston (USA) – Schon wieder ein tödlicher ICE-Einsatz! Ein Beamter der US-Einwanderungs- und Zollbehörde hat am Dienstag (Ortszeit) bei einem Einsatz in Houston einen Mann erschossen. Zuvor soll der Mann laut Behörden versucht haben, seine Festnahme zu verhindern.

ICE erklärte, Beamte hätten den Mexikaner Lorenzo Salgado Araujo gegen 6.50 Uhr am Morgen aufgefordert, seinen Wagen zu stoppen. Dies habe er ignoriert und versucht, einen Beamten mit seinem Fahrzeug zu rammen. Daraufhin habe der Beamte in Notwehr geschossen. „Der Fahrer wurde getroffen und umgehend wurden Rettungskräfte verständigt. Der Fahrer wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er an seinen Verletzungen starb“, teilte die ICE in einem Statement mit.

Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums, dem die US-Einwanderungs- und Zollbehörde untersteht, war der Mann ins Visier der Behörden geraten, weil er sich ohne gültige Aufenthaltserlaubnis im Land aufgehalten habe. Das FBI-Büro in Houston untersucht nach Angaben von Sprecher Connor Hagan den möglichen Angriff auf einen Bundespolizisten.

Clip soll Mexikaner am Boden zeigen

Die demokratische US-Abgeordnete Sylvia Garcia forderte auf X eine unabhängige Überprüfung der Darstellung der Bundesbehörden. Der demokratische Bürgermeister von Houston, John Whitmire, wollte sich zunächst nicht äußern. Juan Proaño, Geschäftsführer der Organisation League of United Latin American Citizens, sagte: „Wir nehmen dem Heimatschutzministerium seine Darstellung keineswegs einfach ab.“ Er forderte zudem: „Es sollte eine unabhängige Untersuchung geben, und alle Videoaufnahmen sollten veröffentlicht werden.“

Auf X kursiert unterdessen ein kurzer Clip – aufgenommen von einem vorbeifahrenden Auto – der Salgado Araujo auf der Straße liegend zeigen soll. Zwei ICE-Beamte beugen sich über ihn. Ob die Aufnahme echt ist, wurde noch nicht von den Behörden bestätigt.

Immer wieder Houston

Seit Beginn der verstärkten Einwanderungskontrollen der Regierung von US-Präsident Donald Trump gab es Informationen der AP zufolge mindestens acht tödliche Schusswaffeneinsätze durch Bundesbeamte.

In Houston, der größten Stadt des US-Bundesstaates Texas, kommt es seit dem vergangenen Jahr vermehrt zu Einsätzen der Einwanderungsbehörden. Der Stadtrat hatte zunächst eine Regelung beschlossen, die die Zusammenarbeit mit ICE einschränken sollte. Dann nahm er diese Entscheidung wieder zurück – der republikanische Gouverneur Greg Abbott hatte mit der Kürzung von mehr als 100 Millionen Dollar an staatlichen Mitteln für die öffentliche Sicherheit gedroht.

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