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„Alice Merkel“: So bestraft AfD-Chefin Alice Weidel ihren Kritiker

„Alice Merkel“: So bestraft AfD-Chefin Alice Weidel ihren Kritiker
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Berlin – Jetzt bestraft sie ihn doch! AfD-Chefin Alice Weidel (47) behauptete im ZDF-Sommerinterview, es sei ihr egal, wenn sie als „Alice Merkel“ verhöhnt werde: „Mich interessiert das gar nicht!“ Jetzt aber hat der AfD-Bundesvorstand, dessen Co-Chefin Weidel ist, eine Ämtersperre für einen AfDler beantragt, der sie genau mit diesen Worten verhöhnte. Denn dies sei ein „Angriff auf die persönliche Ehre der Bundessprecherin“.

Es geht um den NRW-Landtagsabgeordneten Christian Loose (50, AfD). Er hatte Alice Weidel im Juli in einem Interview als „Alice Merkel“ bezeichnet. Begründung: Weidel habe das Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen AfD-Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich (37) zu dessen Gunsten beeinflusst.

Warum „Alice Merkel“ in der AfD als Schimpfwort gilt

Loose verglich Weidel mit Angela Merkel (72). Denn die Ex-Kanzlerin gilt in AfD-Kreisen als Demokratiefeindin, seit sie 2020 forderte, die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich (61, heute: Team Freiheit) zum thüringischen Ministerpräsidenten rückgängig zu machen. Er war unter anderem mit Stimmen der AfD gewählt worden.

Überdies wird Loose vorgeworfen, dass er im Juli in einer Rede sagte: Der AfD-Bundesvorstand versuche, „unser Land kaputt zu machen“. Es gehe in dem Gremium nicht gerecht zu.

Jetzt beantragte der AfD-Bundesvorstand beim Landesschiedsgericht: Der AfD-Politiker soll eine zweijährige Sperre für AfD-Parteiämter erhalten. Wenn der Vorstandsbeschluss rechtskräftig wird, müsste Loose sein Amt als Chef des AfD-Kreisverbandes Bochum abgeben.

Aber Loose sagte BILD: „Ich werde mich mit allen rechtsstaatlichen Mitteln verteidigen.“

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