Jetzt liegen die Nerven blank! Auch im siebten Saisonspiel verpasste Holstein Kiel am Freitag den ersten Saisonsieg. In Braunschweig verloren die Norddeutschen mit 0:1. Die Störche sind damit weiterhin Tabellenletzter und der einzige Zweitliga-Klub, der in der laufenden Saison noch ohne Dreier ist.
Für Trainer Tim Walter (50) wird die Luft immer dünner. Der Ex-HSV-Coach übernahm Kiel im Februar und führte die Mannschaft in der vergangenen Rückrunde zum Klassenerhalt. Saisonübergreifend ist er jedoch neun Spiele am Stück sieglos.
Nach der Partie in Braunschweig zeigte er sich dennoch mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. Walter: „Die Art und Weise, wie wir agieren, ist genau das, was ich verlange. Als Trainer kann man sich nicht mehr wünschen - außer, dass wir uns mehr belohnen und Spiele gewinnen.“
Sportboss Rebbe widerspricht Walter
Eine Aussage, der Kiel-Sportboss Olaf Rebbe (48) entschieden widerspricht! Den „Kieler Nachrichten“ sagte er: „Die Art und Weise, wie wir in Braunschweig aufgetreten sind, ist absolut nicht das, was wir uns vorgenommen haben und man von uns erwarten kann.“ Zudem verriet Rebbe, dass es nach der erneuten Niederlage am Samstag eine Krisensitzung mit Walter und der gesamten Mannschaft gegeben habe.
Trotz der Ergebnis-Flaute sitzt Walter aber wohl auch beim kommenden Heimspiel gegen Tabellenführer Hertha BSC (16. Oktober, 18.30 Uhr) auf der Bank. Die Partie gegen den ungeschlagenen Hauptstadt-Klub dürfte für ihn aber die letzte Chance sein.
Rebbe: „Es ist doch vollkommen klar, dass es letztendlich um Punkte geht. Und dass gewisse Mechanismen greifen, wenn wir diese nicht holen. Ich werde da aber keine konkreten Endspiel-Floskeln formulieren, sondern die nächsten Tage ganz nah an der Mannschaft sein, um gemeinsam mit Trainerteam und Staff die Mannschaft für dieses wichtige Spiel einzustimmen.“