Der Sportwagenbauer Porsche steigt aus dem deutschen Aktien-Leitindex Dax in den Index für mittelgroße Unternehmen (MDax) ab. Das teilte die Deutsche Börse mit.
Daneben muss auch der Laborausrüster Sartorius den Index der 40 wichtigsten Börsenwerte verlassen. Für die beiden Werte rücken der Anlagenbauer GEA und der Betreiber des Immobilienportals „Immoscout“, Scout24 nach. Für beide ist es der erste Dax-Aufstieg überhaupt. Wirksam werden die Indexänderungen zum 22. September.
Sartorius war im September 2021 in den Dax aufgestiegen. Der Göttinger Pharma- und Laborzulieferer hatte in der Corona-Pandemie von einer starken Nachfrage nach seinen Produkten etwa für die Produktion von Impfstoffen profitiert. Danach litt das Unternehmen aber unter dem Abflauen des Booms, hohen Lagerbeständen bei Kunden und einer Marktschwäche in China. Binnen drei Jahren haben sich Sartorius-Aktien in etwa halbiert.
Veränderungen im Dax sind nichts Ungewöhnliches. Die Deutsche Börse überprüft vierteljährlich die Zusammensetzung des deutschen Leitindex sowie weiterer Indizes, darunter der Mittelwerteindex MDax. Für den Auf- und Abstieg von Unternehmen ist der Börsenwert der frei gehandelten Aktien entscheidend.
Ein Abstieg aus dem Dax ist keine Einbahnstraße, wie das Beispiel von Continental zeigt: Der Autozulieferer und Reifenhersteller flog schon zweimal aus dem Dax – 1996 und 2008 – und schaffte beide Mal den Wiederaufstieg: 2003 und 2012.
