Weißenfels (Sachsen-Anhalt) – Inferno auf der Autobahn: Ein Gefahrgut-Lkw krachte auf der A38 in ein Stauende. Sofort brach Feuer aus. Es kam zu mehreren Explosionen.

In der Nacht hatte sich am Autobahnkreuz Rippachtal in Fahrtrichtung Göttingen infolge eines tödlichen Unfalls ein Stau gebildet. Ein Mann war nach einer Panne aus seinem Auto ausgestiegen, um das Warndreieck aufzustellen. Er wurde von einem Lkw erfasst und starb. Nach dem tödlichen Unfall bildetet sich ein Stau.

Der Fahrer des Gefahrgut-Lkws konnte offenbar nicht mehr rechtzeitig bremsen und kollidierte gegen 23.45 Uhr am Stauende mit einem Laster.

Mehrere Explosionen! Gasflaschen gingen hoch

Beide Lkw fingen augenblicklich Feuer. Einer war mit Gasflaschen beladen, die beim Brand aufrissen. Augenzeugen berichten, dass es in den meterhohen Flammen immer wieder zu Explosionen kam. Minutenlang seien laute Knallgeräusche zu hören gewesen.

Über Stunden kämpfte die Feuerwehr auf der Saale-Brücke gegen die Flammen. Für den aufwendigen Großeinsatz mussten zahlreiche Retter nachalarmiert werden, sogar aus dem etwa 50 Kilometer entfernten Leipzig. Insgesamt waren mehr als 100 Feuerwehrleute, elf Rettungswagen, zwei Notarztwagen und ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Vier Menschen wurden bei dem Unfall verletzt und in verschiedene Krankenhäuser gebracht.

A38 voll gesperrt

Der an den Fahrzeugen entstandene Schaden wird auf über 100 000 Euro geschätzt. Dazu kommen noch Schäden in unbekannter Höhe an der Brücke und einem Gebäude.

Die Autobahn ist weiterhin zwischen dem Kreuz Rippachtal und Leuna in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

Derzeit laufen neben den Ermittlungen zur Unfallursache auch die Aufräum- und Bergungsarbeiten am Unglücksort. Zudem muss die Brücke von Statikern überprüft werden.

Wie lang die Sperrung noch anhalten wird, ist nicht geklärt. Die Polizei bittet die Autofahrer die Sperrung weiträumig zu umfahren und die Umleitung über die U23 zu nehmen.