Der deutsche Regisseur Tobias Eckerlin hat einen Studierenden-Oscar für seinen animierten Kurzfilm gewonnen. Die Oscar-Akademie in Los Angeles gab die Preisträger am Mittwoch (Ortszeit) bekannt. Die Trophäen werden am 6. Oktober in New York verliehen. Dann erst wird klar, ob Eckerlin Gold, Silber oder Bronze bekommt.
Der Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg erzählt in seinem etwa neunminütigen Film von einer verwitweten Luftschutzwartin, die mitten im Zweiten Weltkrieg einen sterbenden Spatzen findet. Sie versucht, ihn zu retten. Ihr Klavierspiel wird eine gemeinsame Sprache. Eckerlin arbeitete drei Jahre lang mit zum Teil mehr als 50 Helfenden an seinem Film.
Sprungbrett nach Hollywood
Im 52. Studierenden-Wettbewerb setzten sich zwölf Filme von Nachwuchsregisseuren durch. In diesem Jahr wurden die Filme aus mehr als 3.000 Beiträgen von etwa 1.000 Studienstätten weltweit ausgewählt.
Mit den Trophäen ehrt die Akademie seit 1972 Regisseure aus dem Ausland und junge Talente der US-amerikanischen Filmhochschulen. Im vergangenen Herbst gewann der deutsche Nachwuchsregisseur Jens Kevin Georg, Absolvent der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam, den Student Academy Award in Silber für seinen Live-Action-Kurzfilm . Der Studierenden-Oscar gilt als Sprungbrett für eine Karriere in Hollywood.
