Boxtrainer, 33, in psychischem Ausnahmezustand – das ist über den Täter von Leipzig bisher bekannt

Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern und drei Schwerverletzten soll der Fahrer des Autos an diesem Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der 33-jährige deutsche Staatsbürger war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Der Mann war mit einem weißen Auto vom Augustusplatz kommend durch eine Einkaufsstraße gerast, er fuhr dabei mehrere Menschen an. Das Areal ist weiterhin abgesperrt. An der Grimmaischen Straße haben Passanten Kerzen und Blumen in Anteilnahme an die Todesopfer und Verletzten der Tat niedergelegt.

Das ist über den Täter bekannt:

  • Der 33-jährige Fahrer des Wagens ist deutscher Staatsbürger, wohnhaft in Leipzig.
  • Er ließ sich widerstandslos in seinem Fahrzeug festnehmen und befindet sich in polizeilichem Gewahrsam.
  • Nach Informationen von WELT soll es sich bei dem Tatverdächtigen um den Boxtrainer Jeffrey K. handeln.
  • Der Festgenommene soll zudem polizeibekannt sein.
  • Bei der Festnahme soll er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben.
  • Nach Informationen soll der Mann offenbar erst am Sonntag aus einer Psychiatrie entlassen worden sein.
  • Das Motiv für die Tat ist noch unklar. „Nach bisherigen Erkenntnissen wird nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters ausgegangen“, teilte die Polizei am Montagabend mit. Nach Informationen von WELT gehen Ermittler eher von einer „Beziehungstat“ aus.
  • Die Staatsanwaltschaft Leipzig sowie die Polizeidirektion Leipzig ermitteln gegen den 33-Jährigen unter anderem wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs.
  • Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus.
  • Es kursiert ein Video, das den Moment der Festnahme zeigen soll. Eine offizielle Bestätigung für die Echtheit des Videos oder die Identität des Mannes gibt es bislang nicht.

Das ist über die Opfer bekannt:

  • Bei der Tat wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet. Die beiden Todesopfer sind laut Polizei Deutsche.
  • Drei Menschen wurden schwer verletzt. Nähere Informationen zu ihnen gibt es nicht.
  • Die Behörden sprechen von vielen weiteren Verletzten, eine genaue Zahl wurde bislang nicht genannt. Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen betroffen. Wie viele von ihnen körperlich verletzt wurden, ist nicht bekannt.
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