US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Ende der Einsätze der US-Armee im Iran in Aussicht gestellt. Auf eine Journalistenfrage im Oval Office zu den erhöhten Spritpreisen im Zuge des Irankriegs antwortete Trump: „Ich muss nur den Iran verlassen, und das werden wir sehr bald tun, und dann werden sie zusammenbrechen.“ Anschließend sprach er von einem Zeitraum von „vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger“.
Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben, sagte Trump. Das sei „irrelevant“, da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten. „Wenn wir das Gefühl haben, dass sie für lange Zeit in die Steinzeit zurückversetzt wurden und nicht in der Lage sein werden, eine Atomwaffe zu entwickeln, dann werden wir abziehen.“ Es sei „irrelevant“, ob dabei eine Einigung mit der iranischen Regierung erzielt werde.
Auch Marco Rubio spricht von baldigem Kriegsende
Zuvor hatte Trump sich bereits in einem Interview mit dem Sender NBC News ähnlich über ein baldiges Kriegsende geäußert. „Wir machen das großartig“, sagte er über den militärischen Einsatz der USA gegen den Iran. „Und es geht zu Ende.“
Auch US-Außenminister Marco Rubio sagte in einem Interview, dass die USA sich auf ein baldiges Ende des Irankriegs einstellen. „Wir können die Ziellinie sehen. Es ist nicht heute, es ist nicht morgen, aber sie rückt näher“, sagte Rubio dem Fernsehsender Fox News. Rubio erneuerte zudem seine Kritik an der Nato. Die US-Regierung müsse ihre Beziehungen zu den Nato-Staaten nach dem Ende des Irankriegs überprüfen.
Außerdem kündigte Karoline Leavitt, die Sprecherin des US-Präsidenten, eine „wichtige“ Rede zum Stand des Kriegs an. Trump werde an diesem Mittwoch um 21 Uhr Ortszeit (drei Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein „wichtiges Update“ zum Iran geben, teilte Leavitt mit. Bisher hatte Trump sich nicht mit einer Rede an das Volk gewandt.
Am Montag sprach Trump noch von Verhandlungen
Zuletzt hatte Trump immer wieder von diplomatischen Kontakten mit dem Iran gesprochen. Die iranische Regierung bestreitet jedoch Gespräche mit der US-Regierung. Am Montag bekräftigte Trump, dass die USA „ernsthafte Gespräche mit einem neuen und vernünftigeren Regime“ in Teheran führten. „Wahrscheinlich“ werde es bald einen „Deal“ geben, sagte der US-Präsident.
US-Medien hatten zugleich über einen möglichen Einsatz von Bodentruppen im Iran berichtet. Dem zufolge erwägt Trump, die Uranvorräte des Iran zu bergen, um das Land am Bau von Atomwaffen zu hindern. Trump selbst sprach überdies von einer möglichen Einnahme der iranischen Ölinsel Charg. Zuletzt drohte er dem Iran damit, die für den Ölexport wichtige Insel „in die Luft zu jagen und vollständig zu vernichten“, sollte es keine Verhandlungslösung geben.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Bereits am ersten Tag des Kriegs wurden der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Die Regierung in Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region.
