US-Verteidigungsministerium bereitet laut Bericht wochenlange Bodenoffensive im Iran vor

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:

03:43 Uhr – Bericht: Pentagon bereitet wochenlange Bodenoffensive im Iran vor

Das US-Verteidigungsministerium bereitet sich einem Zeitungsbericht ​zufolge auf wochenlange Bodeneinsätze im Iran ⁠vor. Die Pläne könnten Kommandoeinsätze von Spezialkräften sowie Vorstöße regulärer Infanterie umfassen, berichtete die „Washington Post“ am Samstag (Ortszeit) unter Berufung ⁠auf Insider ​aus ‌Regierungskreisen. Ob Präsident Donald Trump diese Vorhaben genehmigen werde, sei jedoch ungewiss. Der Krieg in dem Land befindet sich in der fünften Woche. ‌Die Regierung in ⁠Washington hat ​Marineinfanteristen in den Nahen Osten verlegt ⁠und plant zudem, Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision in die ‌Region ⁠zu entsenden.

03:23 Uhr – Iran-Angriff in Bahrain setzt Aluminium-Branche weiter unter Druck

Der bahrainische Aluminiumhersteller Alba ist nach eigenen Angaben Ziel eines iranischen Angriffs geworden. Bei ​dem Vorfall am Samstag seien zwei Menschen leicht verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur des ⁠Landes am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) unter Berufung auf das Unternehmen. Alba prüfe derzeit das Ausmaß der Schäden an seinen Anlagen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten erklärt, sie hätten neben Alba auch das Unternehmen Emirates Global Aluminium attackiert. Dies sei Vergeltung für Schläge auf zwei ⁠iranische ​Stahlwerke gewesen. Die Revolutionsgarden ‌warfen den beiden Aluminiumproduzenten Verbindungen zu US-Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen vor.

Die Vorfälle treffen eine Branche, die etwa neun Prozent des weltweiten Aluminiumangebots liefert und bereits unter dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran leidet. Wegen der anhaltenden Störungen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus hatte Alba bereits ‌Anfang März drei Schmelzlinien stillgelegt, die 19 Prozent ⁠der eigenen Produktionskapazität ​ausmachen. Da der Konzern wegen der Sperrung der Meerenge kein Metall mehr ⁠an Kunden versenden konnte, berief er sich am 4. März auf höhere Gewalt (Force Majeure) und setzte seine Lieferverpflichtungen aus.

03:02 Uhr – Iran-Krieg gefährdet globale Versorgung mit Dünger

Landwirte in aller Welt bekommen die Folgen des Krieges am Persischen Golf bereits sehr konkret zu spüren. Dass sie mehr Geld für Treibstoff bezahlen müssen, ist für die meisten noch das kleinere Problem. Doch weil Teheran als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA die für die Schifffahrt so wichtige Meerenge von Hormus blockiert, gibt es auch nicht mehr genug Dünger. Deswegen dürften dieses Jahr an vielen Orten die Ernten geringer ausfallen. Gerade in Entwicklungsländern könnte das viele Menschen in existenzielle Not bringen.

Die ärmsten Bauern in der nördlichen Hemisphäre seien von Düngemittel-Importen aus der Golfregion abhängig – und die Verknappung komme gerade jetzt, wo die Pflanzzeit beginne, sagt Carl Skau, stellvertretender Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms. „Im schlechtesten Fall wird dies zu geringeren Erträgen und Ernteausfällen in der bevorstehenden Saison führen. Im günstigsten Fall werden höhere Produktionskosten nächstes Jahr in die Preise für Lebensmittel mit einfließen.“

00:16 Uhr – Iran droht mit Angriffen gegen israelische und US-Unis

Der Iran droht mit Angriffen auch gegen israelische und US-amerikanische Hochschuleinrichtungen. Israelische und amerikanische Universitäten in der Region würden Ziel iranischer Vergeltungsmaßnahmen, zitierte die den Revolutionsgarden – Irans Elitestreitmacht – nahestehende Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform X. Der Iran greift seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe vor einem Monat als Gegenreaktion nicht nur Ziele in Israel an, sondern nimmt auch auf Golfstaaten, die US-Stützpunkte beherbergen, unter Beschuss.

Samstag, 28. März 2026

22:36 Uhr – Hunderte Israelis protestieren gegen Iran-Krieg

Einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs haben hunderte Menschen in Tel Aviv und weiteren israelischen Städten gegen den Krieg demonstriert. Polizisten gingen in Tel Aviv am Samstagabend gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende zu Boden, mindestens ein Teilnehmer wurde in den Würgegriff genommen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Proteste wahre nicht genehmigt; aus Furcht vor iranischen Angriffen sind größere Menschenansammlungen in Israel derzeit verboten.

Die Polizei erklärte, die „illegale Demonstration“ sei aufgelöst worden. 13 Menschen wurden demnach festgenommen. Auch in Haifa gab es laut Polizei fünf Festnahmen, nachdem Protestteilnehmer eine Straße blockiert hatten. Die Organisatoren von der jüdisch-arabischen Gruppe Standing Together erklärten, die Polizei habe Anweisung, Demonstranten festzunehmen und „Widerstand zu unterdrücken“. Die Regierung fürchte eine Ausweitung der Protestbewegung.

Insgesamt unterstützen laut einer aktuellen Umfrage derzeit 78 Prozent der Israelis jüdischen Glaubens den Iran-Krieg, gegenüber nur 19 Prozent Zustimmung bei der arabischen Minderheit in Israel. Der Anteil der Kriegsgegner insgesamt stieg der Umfrage zufolge von vier Prozent Anfang März auf jetzt knapp elf Prozent.

21:35 Uhr – Huthis greifen erneut Israel ann

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen reklamiert einen zweiten Angriff auf Israel binnen 24 Stunden für sich. Dabei seien Raketen und Drohnen eingesetzt worden, teilt Militärsprecher Jahja Sari in einer Fernsehansprache mit. Die militärischen Operationen würden in den kommenden Tagen fortgesetzt.

21:00 Uhr – Pahlavi: Teheran wird bei Verhandlungen auf Zeit spielen

Der iranische Oppositionelle Reza Pahlavi warnt in den USA vor Friedensverhandlungen mit der derzeitigen Führung in Teheran. Diese werde Gespräche nur nutzen, um Zeit zu gewinnen und zu betrügen, sagt der im Exil lebende Sohn des gestürzten Schahs auf einer Konferenz von ​US-Republikanern in Texas. Pahlavi kündigt an, die Bevölkerung im Iran zu einem geeigneten Zeitpunkt erneut zu landesweiten Protesten aufzurufen.

20:42 Uhr – Israel: Waffenproduktion in „wenigen Tagen“ zerstört

Das israelische Militär will nach Darstellung eines Sprechers die iranische Waffenproduktion „in wenigen Tagen“ weitgehend zerstört haben. Die Streitkräfte würden in diesem Zeitraum „die Angriffe auf alle wichtigen Komponenten der (iranischen) Militärindustrie abschließen“, sagte Armeesprecher Effie Defrin.

20:30 Uhr – Iran lässt pakistanische Schiffe durch Straße von Hormus

Der Iran erlaubt nach pakistanischen Angaben die Durchfahrt von 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge durch die Straße von Hormus. Wie der pakistanische Außenminister Ishaq Dar mitteilt, dürfen künftig zwei dieser Schiffe pro Tag die Meerenge passieren.

18:20 Uhr – „Ukraine hat bedeutende Expertise“ – Selenskyj schließt Deal mit den Golfstaaten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Katar gereist. In beiden Staaten vereinbarte er eine Verteidigungskooperation. Es gehe ⁠unter anderem um den Austausch von Expertise bei der Abwehr von Raketen und unbemannten Flugsystemen, teilte Katars Verteidigungsministerium am Samstag mit. Selenskyj war auf seiner Reise in die Golfregion am Donnerstag in Saudi-Arabien eingetroffen. Dort schloss er ebenfalls ein Verteidigungsabkommen.

Spezialisten zur Drohnenabwehr aus der Ukraine sind bereits in den Golfstaaten im Einsatz. Angesichts der heutigen „Bedrohungen“ wollten Staaten das Leben ihrer Bevölkerungen schützen, sagte Selenskyj. „Die Ukraine hat auf diesem Gebiet bedeutende Expertise.“

18:15 Uhr – Metallwerk in Emiraten angegriffen

Mehrere Golfstaaten haben erneut Schäden nach Angriffen aus dem Iran gemeldet. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde nach Angaben des Betreibers bei einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff ein Metallwerk schwer beschädigt. Das Werk befindet sich in der Khalifa Industrial Zone Abu Dhabi. Eine nicht näher genannte Anzahl von Mitarbeitern sei verletzt worden, hieß es vom Betreiber.

17:08 Uhr – Katar fängt iranische Drohnen ab

Katar hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums mehrere iranische Drohnen abgefangen. Es war das erste Mal seit mehr als einer Woche, dass der Golfstaat einen Angriff meldete.

16:58 Uhr – 2500 US-Marinesoldaten erreichen Nahen Osten

Eine US-Marineinfanterie-Eingreiftruppe hat den Nahen Osten erreicht. Das amphibische Angriffsschiff „USS Tripoli“ sei angekommen, meldete das U.S. Central Command, das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs. An Bord befinden sich etwa 2500 US-Marines, die wie die „Tripoli“ normalerweise in Japan stationiert sind. Als sie vor rund zwei Wochen in den Nahen Osten beordert wurden, hielten sie gerade Übungen im Gebiet um Taiwan ab.

Laut dem Central Command befinden sich auch Transport- und Kampfflugzeuge sowie Mittel für amphibische Angriffe an Bord des Schiffs. Auf dem Weg sind auch die „USS Boxer“ und zwei weitere Schiffe, die eine weitere Eingreiftruppe in die Region bringen sollen und im kalifornischen San Diego ablegten.

16:21 Uhr – Iran behauptet, Ukrainer in Dubai angegriffen zu haben

Der Iran hat nach eigenen Angaben ein Lagerhaus mit Bezug zur Ukraine in Dubai angegriffen. Iranische Staatsmedien zitierten das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, mit der Aussage, dass sich mehr als 20 Ukrainer in dem Lagerhaus in den Vereinigten Arabischen Emiraten befunden hätten. Ihr Schicksal sei unbekannt. Heorhij Tychyj, der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, bezeichnete die Angaben aus dem Iran als Lüge, wie der ukrainische Rundfunk berichtete.

14:40 Uhr – Militärkreise: Drei Journalisten bei israelischem Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon sind nach Angaben aus Militärkreisen drei Journalisten getötet worden. Der Angriff habe das Fahrzeug der Journalisten in der Region Jezzine getroffen, hieß es aus den Militärkreisen. Die israelische Armee erklärte, sie habe einen Mann getötet, der einer Elite-Einheit der von Israel bekämpften proiranischen Hisbollah-Miliz angehört habe.

Den Militärkreisen zufolge arbeitete einer der getöteten Journalisten für den zur Hisbollah gehörenden Sender Al-Manar. Außerdem seien eine Journalistin des Hisbollah-nahen Senders Al-Mayadeen sowie deren Bruder, ein Kameramann, getötet worden. Die beiden Sender bestätigten den Tod ihrer Korrespondenten.

Die israelische Armee teilte hingegen mit, das von ihr getötete Hisbollah-Mitglied habe sich als Journalist getarnt. Tatsächlich habe der Mann „systematisch“ die Positionen von israelischen Soldaten im Südlibanon durchgegeben.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun sprach im Onlinedienst X von einem „offensichtlichen Verbrechen, das gegen alle Normen und alle Verträge verstößt, auf deren Grundlage Journalisten im Kriegsfall internationalen Schutz genießen“. Einmal mehr verstoße „die israelische Aggression“ gegen die Grundregeln des Völkerrechts und des Kriegsrechts, „indem sie Journalisten ins Visier nimmt, die in erster Linie Zivilisten sind, die ihren Beruf ausüben“.

14:38 Uhr – VAE melden Dutzende Angriffe und sechs Verletzte

Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate sollen mindestens sechs Menschen verletzt worden sein. Nach örtlichen Angaben wurde die Luftabwehr am Samstag gegen 20 ballistische Raketen und 37 Drohnen aktiv. Laut dem Verteidigungsministerium wurden seit dem Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran 413 Raketen und 1.872 Drohnen gegen die Emirate eingesetzt. Zehn Menschen kamen den Angaben zufolge ums Leben, 178 weitere wurden verletzt.

Die sechs Verletzten vom Samstag entfielen alle auf ein Industriegebiet in der Hauptstadt Abu Dhabi, wo nach dem Abfangen einer Rakete mehrere Brände ausbrachen.

14:24 Uhr – Sanitäter: Sieben Verletzte bei Angriff nahe Jerusalem

Bei einem Raketenangriff auf die zentralisraelische Ortschaft Eschtaol in der Nähe von Jerusalem sollen mindestens sieben Menschen verletzt worden sein. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte am Samstag mit, einige der Menschen seien durch die Explosion verletzt worden, andere bei dem Versuch, Schutzräume zu erreichen.

14:13 Uhr – Irans Präsident droht mit Vergeltungsschlägen

Irans Präsident Massud Peseschkian droht mit harten Vergeltungsschlägen gegen Nachbarländer, falls die Infrastruktur oder Wirtschaftszentren im Land attackiert werden. In einer „Botschaft an die Länder der Region“ schrieb Peseschkian auf der Plattform X: „Wenn ihr Entwicklung und Sicherheit wollt, lasst nicht zu, dass unsere Feinde den Krieg von eurem Boden aus führen.“

Zuvor hatten israelische und US-Luftstreitkräfte laut iranischen Angaben ihre Angriffe auf Stahlwerke sowie Anlagen der Rüstungs- und Energieinfrastruktur in mehreren iranischen Provinzen ausgeweitet.

13:18 Uhr – Ministerium: Zwei Häfen in Kuwait bei Angriffen beschädigt

Die kuwaitischen Häfen Mubarak al-Kabir und Schuwaich sind bei Drohnen- und Raketenangriffen schwer beschädigt worden. Das Verteidigungsministerium teilte am Samstag mit, binnen 24 Stunden sei das ölreiche Land mit vier ballistischen Raketen, einem Marschflugkörper und sieben Drohnen angegriffen worden. Opfer habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben.

12:42 Uhr – Ahmetovic weist Kritik von Trump an Merz zurück

Die SPD hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an Kanzler Friedrich Merz (CDU) und der deutschen Haltung im Nahost-Krieg zurückgewiesen. „Es bleibt weiter richtig, sich in diesen Krieg nicht hineinziehen zu lassen. Es gab vor Beginn des Angriffs auf den Iran keine Konsultation der Partner durch die USA“, sagte Adis Ahmetovic, der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem „Tagesspiegel“: „Nun erleben wir einen Krieg, der nicht nur illegal ist, sondern weiterhin keine klar formulierten Kriegsziele hat, keinen Plan für einen Exit, geschweige eine Strategie für das Danach.“

12:20 Uhr – Internetsperre im Iran dauert an

Auch vier Wochen nach Beginn der Internetsperre ist im Iran kein Ende der Blockade absehbar. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, vor genau einem Monat sei der Iran in eine „digitale Dunkelheit“ gestürzt worden, als die Behörden den Zugang zum weltweiten Internet gekappt hätten. Damit werde das Recht der Iraner auf Kommunikation und Information verletzt.

11:35 Uhr – Mehr als zwei Dutzend US-Soldaten verletzt

Bei iranischen Angriffen auf einen saudischen Luftwaffenstützpunkt sollen mehr als zwei Dutzend US-Soldaten verletzt worden sein. Zwei Personen mit Detailkenntnis berichteten der Nachrichtenagentur AP, bei einem Angriff auf die Prince Sultan Airbase am Freitag seien mindestens 15 Militärangehörige verletzt worden, fünf davon schwer. US-Behördenvertreter hatten zunächst von zehn Verletzten gesprochen, zwei davon schwer. Davor habe es innerhalb weniger Tage zwei weitere Angriffe auf den Stützpunkt gegeben, sagten die Hinweisgeber, die anonym bleiben wollten. Bei einem Vorfall seien mindestens 14 US-Soldaten verletzt worden. Die Prince Sultan Airbase liegt rund 100 Kilometer von der saudischen Hauptstadt Riad entfernt. Sie wird von der Luftwaffe Saudi-Arabiens betrieben, aber auch vom US-Militär genutzt.

10:55 Uhr – Brände in Abu Dhabi unter Kontrolle

Beim Abfangen einer ballistischen Rakete entfachte Brände in Abu Dhabi sind nach Angaben der örtlichen Behörden unter Kontrolle. Das Medienbüro der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate teilte weiter mit, die Zahl der Opfer sei auf sechs gestiegen. Unter ihnen sei ein pakistanischer Staatsbürger, der im Gebiet der Wirtschaftszone Chalifa von herabfallenden Trümmerteilen getroffen worden sei.

10:40 Uhr – Radaranlagen des Flughafen von Kuwait beschädigt

Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen der gleichnamigen Hauptstadt von Kuwait sind die Radaranlagen des Airports schwer beschädigt worden. Das teilte die zivile Luftfahrtbehörde des Landes am Samstag mit. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

10:18 Uhr – Beratungen zwischen Pakistan, Saudi-Arabien, Türkei und Ägypten geplant

Pakistan will am Sonntag und Montag mit Saudi-Arabien, der Türkei ​und Ägypten über den Iran-Krieg beraten. Bei dem zweitägigen Treffen ⁠der Außenminister in Islamabad gehe es um „intensive Diskussionen über eine Reihe von Themen, einschließlich der Bemühungen um eine Deeskalation der Spannungen in der Region“, teilte das pakistanische Außenministerium am Samstag mit. Laut dem türkischen ⁠Außenminister ​Hakan Fidan ‌soll ein Mechanismus zur Deeskalation geschaffen werden. Ziel des Treffens seien rasch „umsetzbare Schritte“ zur Beendigung des Krieges, bevor es zu weiteren Zerstörungen in der Region und noch mehr Schäden für die Weltwirtschaft komme, sagte Fidan auf einer Konferenz in Istanbul. ‌Die neue „polyzentrische Ordnung“ der Welt erfordere eine ⁠Lösung ​zum Schutz wichtiger Energie- und Handelsrouten.

9:02 Uhr – Israel greift erneut Ziele im Süden des Libanon an

Israel hat beim militärischen Vorgehen gegen die islamistische Hisbollah-Miliz erneut zahlreiche Ziele im Süden des Libanon angegriffen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete am Samstag von morgendlichen Luftangriffen auf Städte wie Madschdal Selm, Kafra, Adlun und Tulin. In der Stadt Nabatije seien Wohngebäude, Geschäfte und eine Tankstelle getroffen worden. Die israelischen Streitkräfte sprachen von Angriffen auf die „terroristische Infrastruktur der Hisbollah“ im Libanon.

08:37 Uhr – Merz wirft Trump „massive Eskalation“ im Iran-Krieg vor

Das Verhältnis zwischen US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz wird konfrontativer. Auf dem „F.A.Z.-Kongress 2026“ attackierte Merz Trump nun scharf für dessen Agieren im Iran-Krieg. „Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang“, sagte Merz in Frankfurt. „Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle.“

Merz bezweifelte demnach auch, dass ein Sturz der Führung im Iran erreicht werden kann. „Ist das Thema Regime-Change wirklich das Ziel?“, fragte er. „Wenn das das Ziel ist, glaube ich nicht, dass sie das erreichen werden. Das ist meistens schiefgegangen.“ Er sei nicht überzeugt davon, dass das, was die USA und Israel im Iran-Krieg machten, zum Erfolg führen kann.

07:57 Uhr – Iran-Krieg gefährdet globale Versorgung mit Dünger

Landwirte in aller Welt bekommen die Folgen des Krieges am Persischen Golf zu spüren. Weil Teheran als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA die für die Schifffahrt so wichtige Meerenge von Hormus blockiert, gibt es nicht mehr genug Dünger. Deswegen dürften dieses Jahr an vielen Orten die Ernten geringer ausfallen. Gerade in Entwicklungsländern könnte das viele Menschen in existenzielle Not bringen.

Die ärmsten Bauern in der nördlichen Hemisphäre seien von Düngemittel-Importen aus der Golfregion abhängig – und die Verknappung komme gerade jetzt, wo die Pflanzzeit beginne, sagt Carl Skau, stellvertretender Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms, der Nachrichtenagentur AP.

06:42 Uhr – Thailand einigt sich mit Teheran auf Durchfahrt von Öltankern

Thailand hat sich nach Angaben von Regierungschef Anutin Charnvirakul mit dem Iran auf die Durchfahrt seiner Öltankern durch die Straße von Hormus geeinigt. Durch die Einigung werde „thailändischen Öltankern eine sichere Durchfahrt“ ermöglicht, erklärte Charnvirakul vor Journalisten in Bangkok. So könne die Sorge über Ölimporte und steigende Treibstoffpreise gemindert werden.

05:52 Uhr – Abu Dhabi: Fünf Verletzte durch Trümmerteile

In Abu Dhabi verletzen herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete fünf Menschen und ⁠lösen zwei Brände aus. Das teilt das Medienbüro des Emirats mit. Demnach löschen Einsatzkräfte die Flammen im Umfeld der Wirtschaftszone Kezad.

05:12 Uhr – Israel: Erstmals Rakete aus dem Jemen abgefeuert

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben den ⁠Start einer Rakete aus dem Jemen erfasst. Dies sei das erste Mal seit Ausbruch des Krieges, dass ein Geschoss von dort abgefeuert werde, teilen die Streitkräfte mit. Zuvor hatten die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen mit einem Eingreifen ⁠in ​den Konflikt gedroht.

03:38 Uhr – Explosionen über Damaskus – Israel fängt iranische Raketen ab

In ⁠der syrischen Hauptstadt Damaskus und ihrer Umgebung sind Explosionen zu hören. Dabei handele es sich um Einsätze der israelischen Luftabwehr, die im syrischen Luftraum iranische Raketen abfange, berichtet das Staatsfernsehen.

03:23 Uhr – Nouripour: Iran könnte Würgegriff um gesamte Weltwirtschaft legen

Einen Monat nach Kriegsbeginn sieht Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour von den Grünen die Möglichkeiten des Irans noch längst nicht ausgeschöpft. „Der Iran hat ja noch gar nicht die volle Eskalationsstufe ausgenutzt“, sagte Nouripour der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Sie könnten zum Beispiel durch ihre Verbündeten im Jemen die Straße von Aden schließen. Das bedeutet, dass nicht nur kein Öl mehr kommt, sondern gar keine Güter mehr aus Ostasien. Damit hätten sie ihren Würgegriff um den Hals der gesamten Weltwirtschaft gelegt.“

02:49 Uhr – US-Präsident nennt Straße von Hormus „Straße von Trump“

Donald Trump hat die Straße von Hormus „Straße von Trump“ genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: „Sie müssen die Straße von Trump öffnen – ich meine Hormus.“ Im Publikum wurde daraufhin gelacht.

Trump ergänzte dann: „Entschuldigung – es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler.“ Er schob nach, dass die „Fake News“ berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: „Bei mir gibt es keine Versehen – zumindest nicht viele.“ Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe.

01:23 Uhr – Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg

US-Präsident Trump hat Bundeskanzler Merz (CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien – und kam dann auf Deutschland zu sprechen: „Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: „Das ist nicht unser Krieg“.“ Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.

Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg.“ Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Äußerung der Spitze zu („the head of Germany“). Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Pistorius. Merz hatte sich unlängst bei einem Besuch in Norwegen so geäußert: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“

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