Der Verrat. Die Afghanistan-Protokolle

Es gibt noch eine andere Wahrheit über die Aufnahmebemühungen für Afghanen. Sie findet sich in Akten der deutschen Sicherheitsbehörden. Da ist etwa die Geschichte eines Mannes, der hier nur Mohammed G. heißen soll. G. sollte ein Visum bekommen, um nach Deutschland zu reisen. Doch er legte bei der Deutschen Botschaft in Islamabad im November 2022 einen offensichtlich gefälschten Pass vor. Das Auswärtige Amt wies die Botschaft dennoch an, ein Visum zu erteilen. In internen Mails, die WELT AM SONNTAG vorliegen, rangen Beamte darum, ob man nicht ein Auge zudrücken könne, um Visa zu erteilen, obwohl Passdokumente unter Fälschungsverdacht standen.

Viele glauben: Diese Nachsicht hatte System.

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