Bundesregierung stellt Kulturpass für junge Menschen ein

Nach einer Entscheidung der Bundesregierung wird der Kulturpass für junge Menschen nicht weitergeführt. Der Kulturpass
endet zum Jahresende 2025, heißt es auf der Webseite des Angebots. „Das
bedeutet: Es werden keine weiteren Jahrgänge folgen.“ Die
Bundesschülerkonferenz reagierte mit Kritik: „Für alle
Generationen scheint Geld da zu sein. Für uns nicht“, sagte Generalsekretär Quentin Gärtner. „Da darf sich die Politik nicht wundern, wenn
wir zu Kulturbanausen werden.“

Es gebe jetzt schon viel zu wenige bezahlbare
Kulturangebote für junge Menschen, teilte die Bundesschülerkonferenz mit.
Mit der Abschaffung des Kulturpasses
werde Jugendlichen nun wichtige außerschulische Bildung weggenommen. Sie
sei „ein Schlag ins Gesicht“ von Schülerinnen und Schülern und sende
„ein absolut falsches Signal“.

Der Kulturpass
für 18-Jährige war auf Initiative der damaligen Kulturstaatsministerin
Claudia Roth (Grüne) vor zwei Jahren mit 200 Euro gestartet. 2024
konnten sich 18-Jährige immerhin noch 100 Euro als persönliches
Kulturbudget sichern, für Museen, Konzerte, Kino oder Bücher. 

Roths Nachfolger Wolfram Weimer hatte eine Einschätzung des Bundesrechnungshofs angeführt, wonach der Kulturpass
verfassungsrechtlich nicht gedeckt sei. Seit der Einführung beliefen
sich die Ausgaben nach Angaben aus Weimers Behörde auf mehr als 100
Millionen Euro.

Kritik an der Einstellung des Angebots kam von
den Grünen und auch vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Beide
halten rechtliche Gründe nicht für stichhaltig.

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